Osteopathie Kosten

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie eine osteopathische Behandlung abläuft und welche Kosten Ihre Krankenkasse übernimmt.

Ablauf einer Osteopathie Behandlung

Diagnose:

Der Beginn einer Behandlung ist immer die Anamnese. Hier erfragt der Osteopath oder Osteopathin Ihre Probleme. Zum Beispiel starte ich meist mit diesen grundlegenden Fragen.

  • Wo sind die Probleme?
  • Wann haben die Probleme angefangen?
  • Womit begann es?
  • Wann treten Schmerzen/Probleme auf?
Warum Menschen eine osteopathische Behandlung in Anspruch nehmen.

Warum Menschen eine osteopathische Behandlung in Anspruch nehmen.

Aber es werden auch andere Dinge erfragt, wie zurückliegende Operationen oder Unfälle.

Damit verschafft man sich einen ersten Überblick über den Patienten und kann beurteilen, ob eventuell noch Dinge mithilfe der Schulmedizin abgeklärt werden sollte.

Danach beginnen die Osteopathen mit einer Inspektion. Hier stellt sich der oder die Patient : Patientin hin und es werden die verschiedenen Körperbereiche auf Fehlstellungen visuell untersucht.

Es folgt eine palpatorische Untersuchung der verschiedenen Strukturen, Gewebe und Muskeln.

Hier wird nach Bewegungseinschränkungen, Spannungen im ganzen Körper(von Kopf bis Fuß) gesucht, um so die Ursache der Beschwerden, zum Beispiel Rückenschmerzen oder Verdauungsprobleme, herauszufinden.

Dies sind die Voraussetzungen für eine effektive Behandlung.

Jede osteopathische Behandlung startet mit einem Gespräch

Jede osteopathische Behandlung startet mit einem Gespräch.


Ablauf einer Behandlung:

Bei osteopathischen Behandlungen werden eine Vielzahl von verschiedenen Techniken angewandt. Ein großes Augenmerk wird auf die Mobilisation von Gelenken gesetzt. Häufig starte ich meine Behandlung nicht an dem Gelenk bzw. dem Bereich, in dem die Schmerzen liegen, sondern in angrenzenden Gelenken, die einen funktionellen Einfluss auf den schmerzhaften Bereich ausüben. Außerdem muss während der Osteopathie Sitzung überlegt werden, wie es zu den Fehlstellungen gekommen ist. Denn nur wenn an diesen Ursachen gearbeitet werden, kann eine Therapie langfristig helfen.

Diese Ursachen können unter Umständen auch aus den Organen kommen, dann muss zuerst das Organ einer Behandlung unterzogen werden.

Die meiste Zeit arbeiten Osteopathen mit ihren Händen. Ich persönlich nutze zum Teil Schröpfgläser, Faszientools und auch eine Massagepistole.

Die Auswahl der Techniken in der Osteopathie ist immer sehr individuell und im Mittelpunkt steht es, die Selbstheilungskräfte des Patienten zu fördern, um eine möglichst starke Wirkung zu erzielen.

Nach einer osteopathischen Behandlung, insbesondere nach der ersten, besteht immer die Möglichkeit einer Erstverschlechterung. Diese können sein:

  1. Muskelkater

  2. Kopfschmerzen

  3. Mehr Schmerzen, auch in anderen Bereichen als das ursprüngliche Problem

  4. Müdigkeit

  5. Diese Erstverschlechterung sehe ich persönlich als, eine positive Reaktion des Körpers auf die Osteopathie. Mehrheitlich halten diese Symptome auch nicht lange an (maximal 3 Tage) und in der Regel treten sie nur nach der ersten Behandlung auf.

Wie häufig geht man zur Osteopathie?

Wie viele Sitzungen benötigt werden, hängt sehr stark vom Problem des Patienten ab. Besonders wichtig dabei ist, wie lange das Leiden schon besteht.

Je länger ein Problem besteht, desto länger wird es dauern, dieses zu behandeln.

Aber egal wie lange das Problem besteht, es sollte spätestens nach 3 Behandlungen, eine deutliche Verbesserung zu spüren sein.

In meiner Praxis mache ich die ersten beiden Termin recht zeitnah (1 - 2 Wochen Abstand), um erstmal einen Überblick zu bekommen.

Dann werden die Abstände der Behandlungen länger um einen Überblick zu erhalten, ob die Behandlung anschlägt.

Muss der Patient sich entkleiden?

Nein, in meiner Physiotherapieausbildung gab es zwar den Spruch, seitens meiner Lehrer und Lehrerinnen:" Keine Diagnose durch die Hose! " und es macht zwar die Untersuchung etwas leichter, aber wenn Sie sich unwohl fühlen vor einem fremden Menschen in Unterwäsche zu stehen, müssen Sie sich nicht entkleiden.

Am besten Sie ziehen dann möglichst enganliegende Sportkleidung (Leggings, Top) an, denn Ihre Beweglichkeit sollte nicht durch Kleidung eingeschränkt werden.

Kosten bzw. Kostenübernahme von 

Osteopathie Sitzungen

Die Kosten für Osteopathie können regional schwanken und liegen meist zwischen 80 € bis 120 € für die Sitzung. Auch die Dauer der Leistungen variiert zwischen 30 bis 90 Minuten.

In meiner Osteopathie-Praxis in Hamburg liegt die Behandlungszeit zwischen 50 und 60 Minuten und die Kosten liegen bei 95 €. Wenn ich Kinder behandele, verkürze ich die Dauer auf 30 Minuten und damit die Kosten auf 50 €.

Kostenübernahme von gesetzlichen Krankenkassen

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen immer häufiger einen Teil der Behandlungskosten, meist zwischen 30 € bis 60 € pro Behandlung und das zwischen 3 und 6 Mal im Kalenderjahr.

Die meisten Krankenkassen verlangen für diese Leistung eine Bescheinigung eines Arztes: Ärztin. Dies erstellt häufig der Hausarzt bzw. Hausärztin, aber der Fachbereich spielt dafür keine Rolle. Diese Bescheinigung wird häufig auf einem Privatrezept gestellt.

Nach der Sitzung schickt der Patient die Rechnung und dieses Schreiben zur Krankenkasse und erhält Anspruch auf den jeweiligen Teilbetrag.

Außerdem gehört es zu den Voraussetzungen, dass die behandelnden Osteopathen entweder Mitglied in einem osteopathischen Berufsverband sind oder berichtigt sind, einem beizutreten. Dafür müssen die Osteopathen eine Ausbildung von mindestens 1350 Stunden abgelegt haben.

Dazu ein Link, unter dem Krankenkassen gelistet sind, die eine anteilige Kostenübernahme erstatten.

Liste von Krankenkassen, die Teile der Behandlung erstatten

Bitte informieren Sie sich vor der Behandlung bei Ihrer Krankenkasse, ob diese anteilig Kosten der osteopathischen Behandlung übernimmt.

Für eine Teilerstattung benötigen die gesetzlichen Krankenkassen oft eine Empfehlung.

Für eine Teilerstattung benötigen die gesetzlichen Krankenkassen oft eine Empfehlung.

Kostenübernahme von privaten Krankenkassen

Bei Privatpatienten ist es wichtig, sich vorher zu informieren, ob die Krankenkasse Leistungen von Heilpraktiker erstattet. Denn die Rechnung wird für Privatpatienten nach der GebüH (Gebührenordnung für Heilpraktiker) erstellt.

Wie hoch die Erstattung dann ausfällt, kommt auf Ihre Krankenkasse bzw. Ihren Tarif an. Ich persönlich habe alles zwischen 50% bis 100 % gehört, aber meistens liegen die Leistungen bei 80 %.

Häufig bezahlen private Krankenkassen recht viele Osteopathie Behandlungen, aber auch dort lässt sich keine genaue Zahl nennen.

Rechtliches zur Osteopathie

Bitte beachten Sie unbedingt, dass in Deutschland es nur Ärzten und Heilpraktiker gestattet ist, die Heilmethode Osteopathie auszuüben. Diese Information ist auch für Sie deswegen wichtig, dass bei einem Behandlungsfehler die Berufshaftpflicht nicht greift, wenn der Behandler oder die Behandlerin nicht Arzt oder Heilpraktiker ist.

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